Die 10 besten Gitarristen aller Zeiten

Die 10 besten Gitarristen aller Zeiten

Das Musikmagazin Rolling Stone hat 2003 die Liste der 100 besten Gitarristen der Welt veröffentlicht. Wir haben hier auf Gitarre-kaufen.net die Top10:

Die 10 besten Gitarristen aller Zeiten

10. Keith Richards – Rolling Stones

In seiner vierziegjährigen Karriere bei den Rolling Stones hat Richards unsterbliche Rock-Riffs erschaffen wie z.B. das SOS in „Satisfaction“, die Power-Chords in „Start me up“ und einigen weiteren einprägsamen Melodien wie in „Jumpin‘ Jack Flash“. Richards ist kein außergewöhnlicher Virtuose – er hat einen einfachen Stil, der an sein Teenage-Idol Chuck Berry erinnert. Der 1943 in Dartford (England) geborene Richards verließ die Schule mit 16 und machte mit seinem Kindheits-Kumpel Mick Jagger eine Band auf, die sich damals Little Boy Blue and the Blue Boys nannte. Das war 1962. Daraus wurde dann mit Bassist Bill Wymann und Schlagzeuger Charlie Watts die Rolling Stones. Richards gilt als der unzerstörbarste Rockstar und er selbst dankt der Musik, dass sie ihm Leben schenkt.

9. Jimmy Page (LED Zeppelin)

In den 1970er Jahren gab es keine größere Rockband auf der Welt als Led Zeppelin. Und es gab keinen besseren Six-String-Spieler als Zeppelins-Gründer Jimmy Page. Daran hat sich nicht viel geändert. Das universale Gewicht, die technische Brillianz und die außergewöhnliche Reichweite von Pages Gitarrenspiel haben auch heute noch nichts von ihrer Kraft verloren. Insgesamt acht Studioalben nahm Led Zeppelin auf. Bemerkenswert Pages Solo mit einem Geigenbogen im Lied „Dazed and Confused“ auf dem Debutalbum der Band aus dem Jahr 1969.Mit „Stairway to Heaven“ hat sich Page selbst ein musikalisches Denkmal gesetzt.
Den typischen Sound von Led Zeppelin schuf Page aus einer breiten Palette an Inspirationen. In den frühen 1960er Jahren arbeitete Page als Studio-Musiker in London und spielte auf Platten der Kinks und andere bekannte Bands bevor er im Sommer 1968 Led Zeppelin gründete.

8. Ry Cooder

In den Händen von Ry Cooder wird die Gitarre zur Zeitmaschine. Seit er in den 60er Jahren als Teenager anfing zu spielen, ist er ein Virtuose in verschiedenen Musikrichtungen geworden. Seine Musik geht zurück auf Blues, Country Musik und hat Einflüsse von Hawaiianischer sowie Bahamanischer Musik und vielen anderen Stilen.

Er hat verschiedene stile vermischt und seinen eigenen elektrischen Stil geschaffen. Cooder begann mit Taj Mahal in den 60ern. Nach einem kurzen Gastspiel bei Captain Beefheart’s Magic Band startete er Solo-Projekte wie „Paradise“.

Cooder gab die wohl beeindruckendste Gitarren-Stunde in der Rock-Geschichte. Während einer Session mit den Rolling Stones im Jahr 1968 zeigte er Keith Richards, wie man einen Open G Blues mit fünf Saiten spielt, was Richards bei einigen seiner größten Riffs verwendete. Seit den 80er Jahren hat Cooder Filmmusik komponiert und Musik aus aller Welt erforscht. Eines seiner bekanntesten Projekte war die Produktion von kubanischer Musik mit dem Buena Vista Social Club.

7. Stevie Ray Vaughan

Bis 1982 war Stevie Ray Vaughan nur in Bars in Texas bekannt. Dann entdeckte ihn David Bowie und engagierte ihn für seine Single „Let’s Dance“. Ein Jahr später rief Vaughan zu einer Blues Rock Revolution auf, als er sein Album „Texas Flood“ herausbrachte. In den 80ern war er meist mit seiner Band „Double Trouble“ unterwegs bis er am 27. August 1990 bei einem Hubschrauber-Absturz ums Leben kam. Vaughan wurde nur 35 Jahre alt.

6. Chuck Berry

Es gäbe wohl keine Rock’n’Roll Gitarre ohne Chuck Berry. Mitte der 1950er Jahre startete Berry mit Genre-prägenden Hits wie „Roll over Beethoven“, „Rock and Roll Music“ und „Johnny B. Goode“ durch. Chuck Berry wurde 1926 in San Jose in Kalifornien geboren und lernte als Teenager Gitarre spielen. Jedoch saß er auch unter anderem wegen Diebstahl einige Zeit im Jugendarrest, bevor er 1955 zum Star wurde.

5. Robert Johnson

Johnson ist der unbestrittene König des Mississippi Delta Blues und eine der authentischsten und einflussreichsten Stimmen in der amerikanischen Musikgeschichte. Er war eine hervorragender Gitarrenspieler, dessen Geist nachfolgende Generationen von Musikern wie Eric Clapton und Keith Richards beeinflusste.

Johnson’s Erbe von 29 aufgenommenen Songs zwischen 1936 und 1937 ist das Fundament aller modernen Blues und Rock-Songs. Eine Legende besagt, Johnson habe einen Deal mit dem Teufel gemacht, damit er so gut Gitarre spielen konnte. Johnson starb 1938 im Alter von 27 Jahren, weil er von einem eifersüchtigen Ehemann vergiftet wurde. 58 Jahre nach seinem Tod im Jahr 1990 erreichte eine Neuauflage seiner Songs Platin.

4. Eric Clapton

Erstmals stand 1965 an den Wänden der Londoner Ubahn geschrieben: „Clapton ist Gott.“ Der Engländer Eric Patrick Clapton aus Ripley war zu diesem Zeitpunkt erst 20 und hatte seine erste große Band, die Yardbirds bereits verlassen. Man muss dazu sagen, dass Clapton erst mit 15 begann Gitarre zu spielen! Umso erstaunlicher, wie schnell Clapton ein solch begnadeter Gitarrist wurde.
Seit seiner Zeit bei den Yardbirds zwischen 1963 und 1965 stammt auch sein Spitzname „Slowhand“, was ironisch gemeint war aufgrund seiner hohen Geschwindigkeit und Ausdauer in Sachen Solos, die durchaus mehr als 10 Minuten dauern können.

3. B.B. King

Der selbsternannte Botschafter des Blueswurde zu einer sehr beliebten Figur in der amerikanischen Geschichte, so dass man dabei gern vergisst, dass er auch ein begnadeter Gitarrist war. Im Intro seines Durchbruch-Songs „Three O’Clock Blues“ aus dem Jahr 1951 hört man seinen originalen und leidenschaftlichen Stil der eine Mischung aus elektrischem Feuer im Jazz-Gewand ist.
Sein 1965 aufgenommenes Album „Live at the Regal“ ist nach wie vor eines der besten Blues-Gitarren-Alben aller Zeiten.

2. Duane Allman

Obwohl Duane Allman in seinen späten Jahren nur noch ab und zu Gitarre spielte, ist er trotzdem auf dieser Liste. Er wirkte an einer Vielzahl an Aufnahmen mit, wie zum Beispiel dem „Hey Jude“- Cover von Wilson Pickett aus dem Jahr 1969 und Eric Claptons Meisterwerk „Layla and other assorted Love Songs“ (1970). 
1969 gründete er auch die Allman Brothers mit seinem jüngeren Bruder Gregg. Allman starb 1971 bei einem Motorrad-Unfall.
  1. Jimi Hendrix

Jimi Hendrix Negativbild

Wenn Jimi Hendrix auf der Bühne stand, veränderte er sich. Während man ihn abseits der Bühne wahrscheinlich übersehen hätte, wurde er in Action zu einer wunderschönen, majästetischen Erscheinung. Das sagten nicht nur die Leute, die auf LSD waren. Denn Hendrix war stärker als LSD. Er spielte unglaublich laut und dennoch extrem melodisch. Er baute eine Brücke zwischen Blue Gitarre und moderner Musik und brachte die zwei Welten brillianterweise zusammen. Hendrix starb 1970 mit 27 Jahren in London.