Les Paul Gitarre von Gibson – Die erste solidbody E-Gitarre der Welt

Möchten Sie sich eine E-Gitarre kaufen, sind aber noch unschlüssig, welches Modell es letztendlich werden soll? Neben der ursprünglich von Fender konstruierten Stratocaster ist die Les Paul Gitarre wohl das bekannteste E-Gitarren-Modell auf der Welt. Entwickelt wurde die Gitarre 1952 durch den amerikanischen Musiker Lester William Polsfuss, dessen Künstlername „Les Paul“ schließlich Pate für den Namen des Instrumentes stand. Die E-Gitarre war die erste Solidbody-Gitarre – also eine Gitarre, die aus einem massiven Korpus besteht – des US-Amerikanischen Instrumentenherstellers Gibson.

Gibson E-Gitarre Les Paul

Verschiedene Les Paul Modelle

Das Les-Paul-Modell wird manchmal auch „Single Cut“ genannt – vor allem, wenn es um Modelle anderer Hersteller geht, die den Namen aus Lizenzgründen nicht nutzen dürfen. Klassischerweise besitzt die originale Gibson Gitarre einen massiven Korpus, einen 22-bündiges Griffbrett, zwei Humbucker (breitere Tonabnehmer) und eine Klangregelung, die aus 4 Drehreglern und einem sogenannten „Switch“ besteht. Bei den Tonreglern beeinflussen je ein Ton- und ein Lautstärkeregler die Toneigenschaften eines der beiden Humbucker. Mit dem 3-Wege-Switch lässt sich auf je einen, oder beide Tonabnehmer zugreifen.

Lesen Sie weiter, um mehr über die einzelnen Modelle zu erfahren, bevor Sie sich entscheiden und eine Gitarre kaufen.

Les Paul Gibson

Gibson war der erste Hersteller, der die Les Paul – in Deutschland manchmal auch liebevoll „Paula“ genannt – herstellte und hält auch bis heute den Markennamen. Erstmals kam die Gitarre 1952 auf den Markt, damals noch mit leicht anderer Ausstattung als heutzutage.

Im Gegensatz zur modernen Les Paul Standard hatte die original Les Paul noch Single-Coil-Tonabnehmer, anstatt Humbuckern. Die Gitarre wurde ausschließlich mit goldener Lackierung ausgeliefert. Damit wollte der Hersteller Gibson ein bestimmtes luxuriöses Image ausdrücken.

Die amerikanische Instrumentenmarke Gibson zählt neben Fender zu den größten Herstellern von Musikinstrumenten weltweit.

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4.0 von 5 Sternen
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Les Paul Epiphone

1957 wurde die Firma Epiphone von Gibson aufgekauft und vertreibt seitdem als Tochterfirma Varianten der beliebten Modelle von Gibson für den kleineren Geldbeutel. Die günstiger produzierten Produkte finden vor allem bei Anfängern großen Anklang, aber auch bekannte Musiker wie John L. Hooker oder die Beatles waren Anhänger von Produkten von Epiphone.

Als Tochterfirma hat Epiphone die Rechte Les Paul zu konstruieren und unter dem Markennamen zu verkaufen. Sie bedienen mit ihren E-Gitarren eher das untere bis mittlere Preissegment und stellen so auf dem Kernmarkt keine Konkurenz für Gibson dar.

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Les Paul Standard

Das Les Paul Standard-Modell von Gibson orientierte sich an früheren Modellen der Les Paul Gitarre, existiert in dieser Form seit 1976 und blieb seitdem nahezu unverändert. Der Korpus wird aus Mahagoni-Holz gefertigt und mit einer Ahorndecke versehen. Das Griffbrett des Halses besteht aus Palisander-Holz. Verschiedene Lackierungen werden angeboten, wobei sich gerade schwarz und „sunburst“ (ein Farbverlauf von gelb über orange zu rot) als besonders beliebt hervorgetan haben.

Die Gitarre bietet zwei Humbucker-Tonabnehmer, vor Tonregler – je zwei für Lautstärke und zwei für Höhen und Tiefen – sowie einem 3-Wege-Switch um auszuwählen, welcher Humbucker gerade den Ton abnimmt.

Les Paul Custom

Die Les Paul Custom stellt eines der Spitzenmodelle der Firma Gibson dar. Um diesem Ruf gerecht zu werden, wird die Gitarre in vielen verschiedenen edlen Varianten angeboten.

Grundsätzlich unterscheidet sich die Custom von der Standard durch das meist aus Ebenholz bestehende Griffbrett, sowie die goldfarbigen Metallteile. Sonderausstattungen sind häufig ein dritter Humbucker-Tonabnehmer, der zwischen den regulären Tonabnehmern sitzt. Auch eine für Les Pauls eher unübliche Vibrato-Funktion bieten einigen Custom-Modelle.

In der Regel sind Les-Paul-Custom-Gitarren schwarz lackiert.

Les Paul Junior

Die Les Paul Junior wurde erstmal 1954 von Gibson gefertigt. Ursprünglich als Instrument für den kleinen Geldbeutel gedacht, wurde die Gitarre in den Folgejahren ein Verkaufsschlager aufgrund seiner einzigartigen Toneigenschaften.

Ausgestattet ist das Instrument mit einem P-90 Single-Coil-Tonabnehmer. Mit zwei Klangreglern kann der Ton und die Lautstärke der Gitarre geregelt werden.

Die beliebtesten Farben dieser Les Paul Gitarre sind „sunburst“ und „TV yellow“. Auf E-Bay-Kleinanzeigen kann man vielleicht auch eine günstige Les Paul Gitarre gebraucht kaufen.