10 schöne Stücke klassischer Musik für Gitarre

Von den schwülen spanischen Klängen des Concierto de Aranjuez bis hin zu modernen Bearbeitungen der Lautenmusik des 17. Jahrhunderts, einige der größten klassischen Musikstücke klingen auf der Gitarre absolut atemberaubend.

Das sind die besten Lieder für klassische Gitarren

1. Concierto de Aranjuez – Rodrigo

Für ein so spanisches Werk wie Rodrigos Concierto de Aranjuez mag es bizarr erscheinen, dass die erste Begegnung vieler Menschen mit ihm mit Yorkshire zusammenhängt. Aber der Einsatz des Konzerts im Film Brassed Off! von 1996 sorgte dafür, dass die Popularität dieses Werkes in die Höhe schoss. Die Bergleute nannten ihn liebevoll “Orangensaft”, nachdem sie es ziemlich schwierig fanden, “Aranjuez” auszusprechen.

Hier ist Pepe Romero, der es wunderbar spielt:

2. Gitarrenkonzert in D – Vivaldi

Dieses wunderbar verspielte Barockkonzert wurde ursprünglich für eine Laute komponiert, aber die moderne Transposition für klassische Gitarre ist einfach schön. Obwohl Vivaldi den größten Teil seines Lebens in Venedig verbrachte, stammt dieses Konzert aus seiner Zeit der Weltenbummel. Es wurde in Böhmen geschrieben, obwohl seine drei kurzen Sätze zu seinen Lebzeiten nie veröffentlicht wurden.

3. Fünf Bagatellen – Walton

Waltons technisch teuflische’Five Bagatelles’ (1971) ist keineswegs ein leicht zu meisterndes Stück und ein Minenfeld von eigenwilligen Rhythmen. In den 1970er Jahren erfreute sich die klassische Gitarre großer Beliebtheit – aber das Fehlen spanisch-lateinischer Assoziationen in den Five Bagatelles bedeutete, dass sie nie eine große Bedeutung im Gitarrenrepertoire des 20. Jahrhunderts erlangte.

Doch wenn man genau hinhört, sind die Bagatellen mit ihren widerspenstigen Harmonien und Tonalitäten wehmütig, schön geformt – und vielleicht sind sie einfach klassische Gitarrenmusik vom Feinsten.

https://www.youtube.com/watch?v=mg9Ilo4EoAw

4. Libertango – Piazzolla

1974 in Mailand aufgenommen und veröffentlicht, markiert dieser schwungvolle Tango für den Komponisten Astor Piazzolla einen Stilwechsel vom klassischen Tango zum Nuevo-Tango. Würzige Rhythmen und eine teuflische Melodie haben diesen an der Spitze des modernen Tangos gehalten, mit unzähligen brillanten Interpretationen, die es zu entdecken gilt. Die Originalpartitur verfügt sogar über ein Akkordeon, das der Musik ein folkloristisches Element verleiht.

5. Asturien – Albéniz

Trotz seines posthumen Titels, der eine Verbindung zur nordspanischen Region Asturien impliziert, ist Albéniz’ Werk für Gitarre ein klares Nicken an die andalusische Flamenco-Tradition. Seine plötzlichen dynamischen Veränderungen und seine fummelige, komplizierte Melodie machen ihn zu einem teuflischen Stück, das man auf der Gitarre meistern muss, aber die Leidenschaft, die er vermittelt, ist atemberaubend. Sie können die staubige Hitze eines spanischen Marktplatzes fast spüren, wenn Sie dem schnellen Klimpern lauschen.

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Gitarre lernen als Anfänger

Gitarre lernen

Gitarre lernen ist für Anfänger sowohl ein schönes Hobby als auch eine Herausforderung. Mit dem
Zupfinstrument werden Konzentration, Fingerfertigkeit und Gehör trainiert. Dieser Artikel zeigt, was
Anfänger beachten sollten, wenn Sie Gitarre lernen.

Gitarre lernen für Anfänger – mit oder ohne Unterricht?

Ein geregelter Musikunterricht zum Gitarre spielen Lernen hat für Anfänger sowohl Vor- als auch Nachteile. Einigen Menschen fällt es leichter, bei einer Sache zu bleiben, wenn sie  regelmäßig motiviert werden. Eine wöchentliche Gitarrenstunde fühlt sich verbindlicher an als das Üben zu Hause.
Gitarrespielen autodidaktisch zu lernen bietet jedoch ebenfalls Vorteile. Es ist günstiger und der
Musiker kann sein eigenes Lerntempo festlegen. Differenzen zwischen Lehrer und Schüler über
die passenden Übungsstücke fallen hier weg. Allerdings wird ein guter Gitarrenlehrer versuchen,
dem Musikgeschmack des Schülers entgegenzukommen.

Akkorde oder Melodien?

Die Gitarre ist ein beliebtes Begleitinstrument. Erzieher und Jugendleiter interessieren sich häufig
für das Gitarre-Lernen für Anfänger, weil ihre Tätigkeit sie dazu verpflichtet. Die einfachste Form
der Liedbegleitung besteht darin, Akkorde zu spielen. Pro Tonart sind lediglich drei Akkorde
erforderlich, um fast alle Lieder begleiten zu können. Das Plektrum, ein flacher runder Chip, hilft
dabei, die Saiten gleichmäßig anzuschlagen und die Fingerkuppen zu schonen.

Die Gitarre ist jedoch auch ein Soloinstrument. Geübte Musiker können damit nicht nur eine Melodie spielen, sondern sich auch selbst begleiten – gleichzeitig.

Gitarre zu lernen ist für Anfänger deshalb auch mit der Frage verbunden, welche Spielart jemand
überhaupt erlernen möchte. Grundsätzlich schließen sich beide Methoden nicht aus. Akkorde zu
lernen ist tendenziell einfacher und deshalb bei Neulingen sehr beliebt.

Die richtige Gitarre finden

Bei der Auswahl der ersten Gitarre gibt es einige Punkte zu beachten. Die Gitarre benötigt die
richtige Größe. Diese orientiert sich an der Körpergröße des Musikers. Da Menschen nicht alle
gleichgroße Hände besitzen, sollten Anfänger außerdem darauf achten, dass sie die Saiten gut
greifen können. Darüber hinaus gibt es unterschiedliche Arten von Gitarren.

Zum Gitarre spielen Lernen ist für Anfänger meistens eine Konzertgitarre sinnvoll. Die
Bezeichnung bezieht sich auf die Bauweise, auch wenn die Gitarre nicht zwingend für Konzerte
genutzt werden muss. Eine Konzertgitarre ist mit Nylonsaiten bespannt, die für ungeübte Finger
angenehmer sind.

E-Gitarren verfügen über Saiten aus Stahl, die sich härter unter den Fingern anfühlen. Die
elektrischen Instrumente sind deshalb nicht die erste Wahl, wenn es darum geht, Gitarre zu lernen
– für Anfänger können die harten Saiten sogar schmerzhaft sein. Trotzdem ist es nicht
ausgeschlossen, mit einer E-Gitarre zu beginnen.

Westerngitarren besitzen ebenfalls Saiten aus Stahl. Sie zeichnen sich außerdem durch einen
anderen Klang aus als die klassische Konzertgitarre. Dadurch empfinden viele Menschen die
Westerngitarre als moderner.

Die ersten Lektionen

Wenn die Gitarre ausgewählt wurde und alles Zubehör beisammen ist, kann es losgehen. Aber wo
fängt man mit dem Gitarre-Lernen für Anfänger am besten an? Die erste Lektion ist oft rein
praktisch bedingt und ein notwendiges Übel: das Stimmen der Saiten.
Damit die Akkorde später harmonisch sind und die Melodien nicht schief klingen, musst die Gitarre
gestimmt werden. Ein Gitarrenstimmer kann dabei helfen. Das Stimmen nach Gehör ist
aufwendiger, aber auch eine gute Übung, um sich an das Instrument und seinen Klang zu
gewöhnen.

Die erste “richtige” Lektion besteht aus wenigen Grundakkorden. Die Saiten werden dabei in der
Regel mit einem Plektrum angeschlagen, wobei für Anfänger die erste Herausforderung darin
besteht, die Gitarre korrekt zu halten und die Saiten gleichmäßig anzuschlagen. Anfänger, die
keinen Gitarrenunterricht nehmen, sollten sich hierzu die Haltung von geübten Gitarrenspielern
ansehen. Videos eignen sich sehr gut dazu, um die richtige Gitarrenhaltung und die
Anschlagtechnik in Ruhe zu beobachten.

Wenn mindestens zwei Akkorde fehlerfrei gespielt werden, kann der Gitarrenschüler dazu
übergehen, zwischen diesen beiden Akkorden hin und her zu wechseln. Besonders motivierend ist
es, wenn sich mit den beiden Akkorden bereits ein Lied begleiten lässt. Eine gute Liedbegleitung
für Anfänger ist zum Beispiel “Lady in Black”.

Wie oft sollte man Gitarre üben?

In den ersten Tagen übt die Gitarre einen besonderen Reiz aus. Die ersten Fortschritte stellen sich
schon während der ersten Lektionen ein und die Motivation ist sehr hoch. Oft ist schon die zweite
und dritte Woche schwieriger. Gitarre zu lernen ist für Anfänger deshalb auch eine Frage der
Ausdauer. Wer ein Musikinstrument ernsthaft erlernen möchte, sollte es täglich zur Hand nehmen.
Dabei gilt es als Standard, jeweils eine halbe Stunde oder länger zu üben.
Die Motivation ist oft besonders gut, wenn man auf der Gitarre die persönlichen Lieblingslieder
spielt oder begleitet. Gleichzeitig zu spielen und zu singen erfordert viel Übung – dieses Vorgehen
ist also genau das Richtige, um allmählich sicherer zu werden.